Travel addicted, Gourmet-Lover, Schreiber aus Leidenschaft, Cosmopolitan
Der fette Dienstag
Happy Mardi Gras New Orleans
© Wikimedia Commons: Mardi Gras Wagen  © Pexels Photo: Begehrte "Trophäen"  © Wikimedia Commons: St. Antony Parade  © Wikimedia Commons: Gewinner des Children Courier's De Mardi Gras in Louisiana  © Carnava.com Studio: asiatische Touristen  © Carnava.com Studio: Mardi Gras Fever  © Craig Stanfill Flickr: In der Hitze der Nacht  © Craig Stanfill Flickr: Gedrängel in den Strassen von New Orleans  © Wikimedia Commons: French Quarter New Orleans  © Wikimedia Commons: Feiern bis die Klimperketten bersten  © Wikimedia Commons: Bunte Parade  © Wikimedia Commons: Verkleidung in den offiziellen Farben Violett, Gold ud Grün 

Es ist die mit Abstand verrückteste und vielfältigste Karnevalsparty der Welt. Ungefähr so spicy, hot und exotisch wie die kreolische Küche der Region und eine faszierende Mischung aus Hexen-Boogy, Voodoo- und Schamanenritualen. Wenn sich am «fetten Dienstag», dem Tag vor Aschermittwoch, geschmückte Wagen durch die Häuserschluchten New Orleans zwängen, kostümierte Menschen und leichtbekleidete Mädels eine irre Sause feiern, ist Mardi Gras auf dem Höhepunkt.

French Connection

Den erzkatholischen Franzosen ist es zu verdanken, dass Fastenbräuche wie der Karneval in die «Neue Welt» Amerika exportiert wurden. 1718 gründeten französische Siedler New Orleans, die Stadt im Sumpf des Mississippi-Detlas im US Bundesstaat Louisiana. Im 18. Jahrhundert eroberten es die Spanier, später wurde sie wieder von den Franzosen zurückerobert und schlussendlich 1803 von Napoleon an die Vereinigten Staaten verkauft. 

Als die Brüder Pierre Le Moyne d’Iberville und Jean-Baptiste Le Moyne d’Iberville in die USA entsandt wurden, um die Rechte Frankreichs in Louisiana, das damals Teile der heutigen Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana umfasste, erreichte die Expedition die Mündung des Mississippi River am 2. März 1699, dem Rosenmontag. Nachdem sie stromaufwärts zogen und am 3. März 1699 einen Punkt erreichten, wo ein kleiner Nebenfluss einmündete, schlugen sie ihre Zelte auf, benannten den Ort «Point du Mardi Gras» und den Nebenfluss «Bayou Mardi Gras».

Krewes, Perlenketten und nackte Brüste

Einem Reisebericht zufolge tanzten schon 1730 kostümierte Menschen an einem Fest in New Orleans und entwickelten sich später zu Vereinigungen wie «Cowbellion de Rakin Society» und «Mystick Krewe of Comus», die mit einer Parade den fetten Dienstag feiern wollten. Die «Krewes» sind auch heute noch für die Organisation der Festlichkeiten verantwortlich und stellen die kunstvollen Wagen für die Parade her. Die offiziellen Farben des Mardi Gras haben gleichzeitig auch eine Bedeutung, Violett steht für Gerechtigkeit, Gold für die Macht und Grün für die Hoffnung. Weltweit pilgern jährlich Tausende Touristen zu diesem offiziellen Feiertag New Orleans, der auch trotz Kriegen oder nach dem Hurricane Katrina 2005 gefeiert wurde. Wenn im French Quarter in New Orleans Mardi Gras tobt, verwandelt sich das Quartier in eine wilde Partymeile aus College-Studenten, Partyfreaks, ausgelassenen Singles und erstaunten Europäern. Der Mardi Gras beginnt mit der Zulu-Parade oder der Rex-Parade, während denen bunte Ketten von den Wagen in die Menge geworfen werden. Weil die ausgelassenen Besucherinnen für eine Kette ihre Shirts lüften und sich oben ohne zeigen, nennen manche Besucher das Event auch «International Show Your Boobies Day». 

brand it branded error (17)