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Geisha
Die Person der Künste
© Wikimedia Commons: Geisha in Kyoto  © Wikimedia Commons: Maiko und Geisha  © Wikimedia Commons: Geishas  © Kate Nevens, Flickr: Geishas  © Wikimedia Commons: Geishas in Asakusa  © Pixabay: Geishas  © Wikimedia Commons: Geishas  © Wikimedia Commons: Mineko Iwasaki, Japans berühmteste Geisha  © Wikimedia Commons: Geishas  © Kate Nevens, Flickr: Geishas mit dem speziellen Nacken-Tattoo 

In der Filmindustrie und USA Blockbustern üben sie den Beruf einer Prostituierten aus. Doch sind Geishas heutzutage weit davon entfernt, erotische Gelüste, dafür aber den Intellekt, den Geist und die Unterhaltung zu befriedigen sowie die japanische Tradition zu wahren. 

Seit dem 17. Jahrhundert kennt man in Japan den Beruf der Geisha. Allerdings waren die ersten Geishas Männer, sogenannte «Takomichi», was übersetzt «Trommelträger» bedeutet und die in den Rotlichtbezirken der japanischen Städte in den Bordellen für Unterhaltung sorgten. Die männlichen Geishas hielten die Freier und Freudenmädchen mit künstlerischen Darbietungen, Musik und Tanz bei Laune und sollten enthemmen und entspannen. Auch heute noch gibt es in Japan männliche Geishas, die diesen traditionellen Beruf ausüben. Sie verstehen sich als Wahrer einer langen, japanischen Tradition. 

Die Königin der Unterhaltung
Geishas gehören zu Japan wie Kimonos, Kirschblüten und Sake. Die betörend schönen Frauen wirken mit ihren weiss geschminkten Gesichtern und farbenprächtigen Gewändern wie Wesen aus einer Fabelwelt und zählen seit Mitte des 18. Jahrhunderts zu den aussergewöhnlichsten Erscheinungen der japanischen Tradition. Damals arbeiteten sie als Prostituierte in den Teehäusern der Rotlichtbezirke und schenkten ihren Freiern nicht nur Liebesdienste, sondern bezauberten diese mit kurzweiligen Gesprächen, Liedern oder kleinen Kunststücken. Im Gegensatz zu den einfachen Dirnen konnten sich Geishas ihre Freier selbst aussuchen. Sie genossen hohes Ansehen, hohe soziale Anerkennung und gehören zur Tradition und Kultur des Landes.

Maiko
Eine Maiko ist eine Geisha, Gaiko, in Ausbildung, die sie traditionell mit sechs Jahren, sechs Monaten und sechs Tagen beginnt; dann, wenn eine Maiko 2191 Tage alt ist. Heute ist die Ausbildung ab dem Alter von 16 Jahren möglich und dauert normalerweise fünf Jahre. Das Leben und Arbeiten einer Geisha ist wie vor über hundert Jahren immer noch strengen Gesetzen und Riten unterworfen. Geishas wohnen in speziellen Geisha-Häusern, die in eigenen Stadtteilen, den sogenannten Hana-Machi, Blumenvierteln, liegen. In ihrer Ausbildungszeit lernt eine Maiko die Grundlagen der traditionellen japanischen Künste wie Kalligrafie, Ikebana und das Spielen auf mehreren japanischen Musikinstrumenten. Eine Geisha ist eine perfekte Konversationspartnerin, Sängerin, Tänzerin und Gastgeberin und beherrscht die Teezeremonie. Sie ist charmant, anmutig, gebildet, geistreich, schön und muss die Regeln der Etikette einwandfrei beherrschen sowie bei jeder Gelegenheit Haltung bewahren können. 

Das Nacken-Tattoo
Das weiss gepuderte Gesicht einer Geisha mit einem rubinroten Schmollmund gilt im Westen als ihr Markenzeichen, jedoch wird dieses Make-Up nur zu offiziellen Anlässen oder Aufträgen aufgelegt. Ein Bestandteil des traditionellen Make-Ups ist ein Muster im Nacken, das stilisierte Schamlippen symbolisieren soll und als äusserst erotisch gilt. 

Heutzutage sind Geishas Bewahrerinnen der traditionellen Künste und haben nichts mehr mit der japanischen Sexindustrie zu tun. Erotik bleibt eher subtil und es wird bereits schon als erotisch empfunden, wenn der Nacken einer Geisha unbedeckt bleibt oder die Geisha beim Hinsetzen mit ihrem Bein das Bein des Gegenübers berührt. Eine Geisha zu buchen ist ein kostspieliges Unterfangen und kann für ein paar Stunden Unterhaltung mehrere Tausend Euro kosten. 

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