Watches
Baume & Mercier „Clifton Baumatic“
Innovation, Präzision und Eleganz

Ganz neu ist der Name „Baumatic“ nicht. Baume & Mercier verwendete ihn erstmals 1962. Und zwar im Zusammenhang mit einer Armbanduhr, in der das 4,2 Millimeter hohe Mikrorotor-Kaliber 1280 von Büren tickte. Mit der „Baumatic“ des Jahres 2018 startet das Mitglied des Richemont-Konzerns in ein ganz neues Zeitalter. 


Bei Baume & Mercier steht der Genfer Uhrensalon 2018 ganz im Zeichen der neuen „Clifton Baumatic“. Erhältlich ist diese Armbanduhr mit sehr exklusivem Innenleben dann ab März 2018. Ihr Innenleben, das Automatikkaliber Baumatic BM12-1975A mit 28,2 Millimeter Durchmesser wurde exklusiv für die 1830 im Berner Jura gegründete Uhrenmarke entwickelt. Dabei nutzte sie alle Möglichkeiten ihrer Mutter Richemont, um ein Uhrwerk auf die Beine zu stellen, das gleichermaßen flach, innovativ, exklusiv und dazu auch noch bezahlbar ist. Wie einst baut das Oeuvre 4,2 Millimeter hoch. Weil es ausschließlich für Baume & Manufaktur entsteht, ist der Begriff „Manufakturarbeit“ nicht von der Hand zu weisen. Im Gegensatz zu den 1960er-Jahren dreht der Kugellagerrotor über dem gesamten Uhrwerk. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Exzentergetriebes vom Typ „Magic Lever“ spannt er die Zugfeder in beiden Drehrichtungen. Zu den Merkmalen gehören minimaler Leerlauf und Verlust an kinetischer Energie beim Drehrichtungswechsel. Voll gespannt speichert das große Federhaus Energie für 120 Stunden oder fünf Tage Gangautonomie. Dieser beachtliche Wert macht in mehrerer Hinsicht Sinn. Zum einen kann die „Clifton Baumatic“ auch ein verlängertes Wochenende im Tresor verbringen, ohne dass man am Montag die Uhrzeit stellen und das Datum korrigieren muss. Andererseits kommt ein derart hohes Energiepotenzial dem Drehmomentverlauf der Antriebskraft zu Gute. Die Amplitude der für die Unterteilung der Zeit in präzise Achtelsekunden-Abschnitte verantwortlichen Unruh und ihrer Spirale bleibt mindestens drei Tage hinweg stabil. Daraus resultiert ein außerordentlich gutes Isochronismus-Verhalten. Uhrmacher verstehen darunter, dass die Unruhschwingungen unabhängig von der Amplitude immer gleich lange dauern.

Für die beachtliche Gangautonomie sind gleich mehrere Faktoren verantwortlich. Auf der langsam aber kraftvoll drehenden Seite des Räderwerks ist es die lange Zugfeder aus dem 2008 patentierten Werkstoff „Elinflex“. Gegenüber herkömmlichem „Nivaflex“-Material bringt er ein Plus von rund zehn Stunden. Nicht minder intensiv hat sich die Abteilung Forschung & Entwicklung der Richemont-Gruppe Hemmungs- und Schwingsystem beschäftigt. Im Laufe mehrerer Jahre ist eine Hemmung mit völlig neuer Geometrie entstanden. In mechanischen Uhren ist diese Baugruppe unverzichtbar. Sie besitzt gleich zwei elementare Funktionen. Einmal unterbindet sie das schlagartige Entspannen der Zugfeder. Andererseits hält sie die Schwingungen von Unruh und Unruhspirale durch winzige Kraftstöße aufrecht. Die weit verbreitete Schweizer Ankerhemmung beansprucht diesbezüglich bis zu zwei Drittel der übertragbaren Energie für sich selbst. Schuld ist unter anderem die Reibung. Sämtliche Problemfelder kann auch die neue, mit Hilfe der so genannten „Powerscape“-Technologie hergestellte Hochleistungshemmung im Baumatic-Kaliber BM12-1975A nicht restlos beseitigen. Aber die Summe positiver Eigenschaften steuert rund 30 Prozent zur gesteigerten Gangautonomie bei. Anker und Ankerrad bestehen aus Silizium. In monokristalliner Form besitzt das Basismaterial für elektronische Chips die gleiche Kristallstruktur wie Diamant. Seine unwiderlegbaren Vorzüge: 60 % härter als Stahl, vor allem aber 70 % leichter. Beim Hemmrad, das jede Sekunde acht Mal abrupt von einer Ankerpalette gestoppt und unmittelbar darauf wieder beschleunigt wird, spielt die bewegte Masse also eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nicht minder wichtig sind in diesem Zusammenhang extrem glatte und deshalb reibungsmindernde Oberflächen. Bei der Herstellung von Siliziumkomponenten entstehen sie quasi ganz nebenbei. Die üblichen Schmiermittel sind entbehrlich, was sich in längeren Wartungsintervallen niederschlägt. 

Beim Versuch, Siliziumteile plastisch zu verformen, brechen sie unweigerlich. Anderseits ist das Material hoch elastisch. Diese Eigenschaft prädestiniert es für die Produktion filigraner Unruhspiralen. Herausfordernd wirkte die Tatsache, dass sich monokristallines Silizium bei Erwärmung ausdehnt und bei Abkühlung zusammenzieht. Längere Unruhspiralen lassen mechanische Uhren nach-, kürzere hingegen vorgehen. Temperaturschwankungen beeinflussen daher die Ganggenauigkeit. Das Aufbringen einer Oxidschicht wirkt diesen unliebsamen Begleiterscheinungen entgegen, verbietet sich in diesem Fall jedoch aus patentrechtlichen Gründen. Der intelligente Ausweg heißt „TwinSpir“. Hinter den geschützten Begriff verbirgt sich eine patentierte Verbundstruktur. Dabei werden zwei schmale Siliziumspiralen um 45 Grad versetzt aufeinander positioniert und durch eine dünne Siliziumdioxidschicht untrennbar miteinander verbunden. Dieser Kunstgriff bewirkt die unverzichtbare thermische Stabilität des Ganzen. Ein weiterer „Vorteil besteht in der Unempfindlichkeit gegenüber Stößen, Erschütterungen und Vibrationen.

Konstruktionsbedingt verlangen Silizium-Spiralen nach einer speziellen Unruh mit variabler Trägheit. Das Regulieren des Gangs erfolgt hierbei durch Verdrehen kleiner Exzenter-Masselots. Dadurch kann die Spirale völlig frei und extrem konzentrisch atmen. Am Ende schlägt sich der Aufwand in ausgezeichneten Gangresultaten nieder. Alle Automatikwerke vom Kaliber BM12-1975A erfüllen prinzipiell die strengen Vorgaben der amtlichen Schweizer Chronometernorm. Ihre Präzision bewegt sich in einem Delta zwischen minus vier und plus sechs Sekunden pro Tag. 

Für diesen eleganten Zeitmesser mit 40 Millimeter großem Edelstahlgehäuse, der rund 2.500 Schweizerfranken kosten wird und sich daher durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet, spricht schließlich auch noch ein weiteres Argument: Dank der Verwendung von Silizium für Hemmung und Unruhspirale sowie anderer nicht ferromagnetischer Materialien steckt er Magnetfelder bis zu 1.500 Gauss gelassen weg. Das ist 25 Mal so viel, wie die derzeit gültigen Antimagnetismus-Normen für mechanische Armbanduhren vorschreiben. Ein Weicheisen-Innengehäuse ist unnötig. Davon kündet der Saphirglas-Sichtboden, durch den sich der höchst innovative, mit vier Hertz tickende Marathonläufer dem Auge des Betrachters präsentiert. Gegen moderaten Aufpreis ist die „Clifton Baumatic“ mit amtlicher Chronometerprüfung durch die COSC erhältlich.

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